Gefahren durch Nanopartikel?
Während die Wirksamkeit von Nanopartikeln in vielen Bereichen heute unbestritten ist, wird ihr potenzielles Risiko für Menschen und Umwelt kontrovers diskutiert: Wäre es möglich, dass große Mengen des extrem kleinen Materials eine ähnliche Gefahr bedeuten wie das bis in die 70er Jahre weit verbreitete Asbest?
Im Oktober 2009 sorgte eine Presseinformation des Umweltbundesamtes für große Aufmerksamkeit der Medien, indem sie "gravierende Wissenslücken" im Bereich der Nanopartikel-Technologien anmahnte. In Expertenkreisen stieß das "Hintergrundpapier" des Umweltbundesamts allerdings zurecht auf Kritik: Industrie und Wissenschaft beschäftigen sich in Europa nämlich schon seit mehr als acht Jahren mit möglichen Gefahren durch Nanopartikel. So wurden mit Bundesmitteln etwa in den Jahren 2006 bis 2009 drei große Projekte gefördert. Aus dem Abschlussbericht des bis zum Jahr 2009 bearbeiteten Projekts NanoCare gehen Gefährdungsanalysen für 30 verschiedene Nanomaterialien und Modifikationen hervor - mit dem Ergebnis, dass für diese keine gesundheitlichen Bedenken bestehen. Die Fortführung der Datenbank erfolgt derzeit im Rahmen des Anschlussprojekts DaNa, das für weitere 4 Jahre gefördert wird. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft lässt seit 2007 für ein besseres Verständnis des Themas in einem Schwerpunktprogramm, dem SPP1313, grundlegende Wechselwirkungsprozesse zwischen Nanopartikeln und biologischen Systemen auf der zellulären und molekularen Ebene untersuchen. Die europäische Forschungsförderung setzte bereits in ihrem 6. Rahmenprogramm in über zehn Projekten öffentliche Mittel dafür ein, die Risiken der Nanotechnologie zu bewerten. Aus dem frei abrufbaren Abschlussbericht des EU-Projektes NANODERM geht dabei beispielsweise die Unbedenklichkeit vieler in Hautcremes eingesetzter Nanopartikel bezüglich der Hautdurchlässigkeit hervor. Dennoch wird dies heute noch vielfach als "unerforscht" bezeichnet. Auch in ihrem 7. Rahmenprogramm fördert die EU zurzeit große Projekte, die sich speziell mit Gefahren der Nanotechnologie beschäftigen.
Wissenslücken bei der Unbedenklichkeit von Nanopartikeln sind vorhanden, sie sind aber bei weitem nicht so groß wie gemeinhin oft angenommen. Bedenken gibt es insbesondere bei lungengängigen Nano-Stäuben - also bei der Handhabung von Nanopartikel-Pulvern, die leicht eingeatmet werden können.
Particular produziert ausschließlich Nanopartikel in Flüssigkeiten, die problemlos handhabbar sind und nicht eingeatmet werden können. Bei einer Anwendung in der Medizin gehen auch für den Konsumenten keine Gefahren vom Endprodukt aus, denn die Nanopartikel werden sicher in das Material eingebettet oder fest mit Produktoberflächen verbunden. Sie liegen zudem in viel geringeren Mengen vor als in der Gasphase produzierte Nanopartikel der chemischen Industrie, die heute beispielsweise in Hautcremes zum Einsatz kommen, um für einen UV-Schutz oder für die gewünschte Cremigkeit zu sorgen, und deren Unbedenklichkeit bereits nachgewiesen ist.
Dennoch will Particular sein universelles Produktionsverfahren nutzen, um einen Beitrag zur Risikoforschung zu leisten: Zukünftig möchten wir neue Referenzmaterialien bereitstellen, die auch im Rahmen von Studien zur Sicherheit der Nanotechnologie verwendet werden sollen.
Mit einer immer breiteren Wissensbasis werden wir alle der Nanotechnologie so das verdiente Vertrauen entgegen bringen.